Collage
Collage kann sehr leicht sein. Vor euch türmen sich bunte Papiere, Pailletten, kleine Äste, trockene Blüten, Stempel, alte Zeitschriften – und alles andere, was sich einigermaßen zweidimensional auf ein Blatt kleben lässt. Ihr nehmt ein Stück buntes Papier, klebt zwei Perlen als Augen auf, einen Stock als Nase, einen Bindfaden als Mund. Fertig ist das Porträt.
Collage kann aber auch sehr schwierig sein. Dann betrachtet ihr die Materialien, sucht euch ein Fragment, das euch anspricht, und überlegt euch eine Geschichte dazu. Diese Geschichte entsteht aber erst auf dem Blatt – meistens lässt sie sich nicht planen, nur im Wachsen begleiten. Kein Wunder, dass Collage eines der liebsten Medien der Surrealisten war.
Manchmal reicht schon das Wort Klebepistole, um jemanden aufleuchten zu lassen. Bei anderen meldet sich sofort der innere Zweifel, sobald eine Fischgräte auf einem Blatt Papier landen soll – ist das nicht eine Schweinerei? Darf man das überhaupt? Ja, das darf man.